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wünschen Ihnen der Diözesanvorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözesanstelle der KLB Würzburg. 

Atme in mir, du heiliger Geist …, so beginnt das berühmte Pfingstgebet des heiligen Augustinus. 

Frischer Atem, immer wieder neu, unverzichtbar in jedem Moment meines Lebens. Erfrischender Atem, was für ein schönes Bild für die dritte der drei Göttlichen Personen, den Heiligen Geist, den wir an Pfingsten feiern.   

Im Hebräischen, der Sprache des Alten Testaments, und im Aramäischen, der Sprache Jesu, heißt Geist „Ruach“. Ruach ist weiblich und bedeutet ursprünglich Wind, Atem, frische Luft. Gott ist wie ein Wind, der im heißen Sommer Kühlung bringt. Gott ist wie die frische Atemluft, die ich brauche, um leben zu können. Gott ist wie die sanfte Brise, die die stickige, verbrauchte, ungesunde Luft aus meinem Körper und meinem Leben vertreibt und Klarheit schafft. 

Von Gott geht frischer Wind aus. Wo er weht, da ist Leben möglich, da kann ich atmen. Diese tiefe Erfahrung brachte die Menschen damals dazu, von Gott als Ruach, als Geist, als Atem und Wind zu sprechen. Und diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen zum Pfingstfest 2021. Möge die Ruach, der Heilige Geist, Sie frei atmen lassen in all dem, was Ihren Alltag manchmal stickig und ungesund macht. Möge der frische Wind der Heiligen Ruach Sie anpusten und Ihnen Hoffnung, Vertrauen und Weite schenken, auch in diesen Zeiten, die uns den Atem zu nehmen scheinen. Und möge der Heilige Geist allen frische Luft schenken, denen Krankheit, Angst, Verzweiflung den Atem zu nehmen droht. 

Ihr Wolfgang Scharl, Landvolkseelsorger

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