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Die Bruder-Klaus-Kapelle am Ortsrand von Euerfeld hat sich in den 30 Jahren seit ihrer Weihe zu einem „Identifikationsort“ für Landjugend und Landvolk entwickelt, erklärte Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl. Die Kapelle, die dem Patron der KLB und Friedensheiligen Klaus von Flüe gewidmet ist, steht nach seinen Worten insbesondere für „äußeren und inneren Frieden.“

Zu diesem Thema habe es in den vergangenen 30 Jahren zahlreiche Gottesdienste und Gebetsstunden wie etwa beim Irakkrieg oder mit Flüchtlingen gegeben. Aber auch das üppig begrünte Areal mit Quelle, Quellstein und Seelein trage dazu bei. So stand das Wasser im Mittelpunkt der Gebetsstunde, die der KLB-Arbeitskreis „Glaub mal!“ vorbereitet hatte. „Und die Quelle sprudelt weiter“ war sie überschrieben und das Motto sollte daran erinnern, dass die Quelle im Euerfelder Binziggrund ein wichtiger Grund war, die Kapelle dort zu bauen. Alle Menschen haben Sehnsucht nach Frische und Leben, also der Quelle lebendigen Wassers, sagte Wolfgang Scharl. Dabei sei die Quelle ein Bild für Gott und ein Hoffnungszeichen, dass wir auf Gott vertrauen dürfen, denn „die Quelle sprudelt immer weiter.“

Die rund 30 Gläubigen hörten und fühlten das Wasser und brachten mit einem Tanz, Gebeten und Liedern ihre Hoffnung auf Gottes Wirken zum Ausdruck. Das am Ende gesungene Lied „Fried ist allweg in Gott“ schloss den Kreis zu Bruder Klaus, dem dieses Zitat zugeschrieben wird.

Der Gebetsstunde am Mittwoch, 25. September, war ein Wiedersehentreffen voraus gegangen. „Die Bruder-Klaus-Kapelle hat sich zu einer Anlaufstelle für viele Suchende und Beter entwickelt“, sagte dabei Katharina Ländner-Mack, die mit ihrem Mann Ludwig seit vielen Jahren das idyllisch gelegene Kirchlein betreut. Weiter erinnerte sie an Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Rosenkranz oder Gebetsstunden an der Kapelle, ebenso wie an viele Begegnungen mit „Menschen aus nah und fern“.

Sie sei dankbar dafür, dass sich die Hoffnungen beim Bau der Kapelle vor 30 Jahren erfüllt hätten. Der Patron des Landvolks Klaus von Flüe und seine Frau Dorothea seien seitdem mehr ins Blickfeld gerückt. Katharina Ländner-Mack: „Die beiden sind Vorbilder für die Menschen auf dem Land“. Für die Zukunft wünschte sich Katharina, dass die Kapelle als Ort der Stille seine Anziehungskraft nicht verlieren und weiter Frieden und Versöhnung von hier ausgehen mögen.

Erinnerungen gaben bei dem Treffen auch frühere Verantwortliche des Landvolks weiter wie Hildegard Bayer, Edgar und Karlheinz Graber oder Karl Zehnder. Dabei wurde vor allem die Historie von den ersten Ideen der Landjugend bis hin zum Bau der Kapelle beleuchtet. Da war von der fehlenden Straße zur Baustelle ebenso wie die Rede wie von den vielen freiwilligen Arbeitsstunden, den Kosten von damals 120 000 Mark, den zahlreichen Spendern und der reibungslosen Zusammenarbeit mit den Behörden. Höhepunkt war der 24. September 1989, als 3000 Gläubige kamen, um mit dem damaligen Bischof Paul-Werner Scheele den ersten Gottesdienst an der neu errichteten Kapelle zu feiern.

 

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