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Elf Frauen erlebten rund um Winterhausen eine inspirierende Kräuterwanderung mit Christine Taiber. 

Spitzwegerich, Brennnesseln, Klee: Für manche ist es Unkraut, das weg muss, für andere bestenfalls „was Grünes“, das am Wegesrand wächst. Doch für Christine Taiber ist es weit mehr. Sie weiß, dass viele der Wildpflanzen Heilwirkung entfalten können. So ist für sie der Gang durch die Natur eher ein Wandern durch die Apotheke Gottes. Dazu nahm sie auf Einladung der KLB Mitte September elf Frauen mit. Und die waren am Ende absolut begeistert, denn die zertifizierte Kräuterführerin verfügt nicht nur über immenses Fachwissen, sondern versteht es auch, dieses anschaulich und lebensnah zu vermitteln.

Startpunkt der Wanderung war Winterhausen. Auf der klug gewählten Route erläuterte Christine Taiber die Wirkungsweise, Verarbeitung und Anwendung von rund 40 Pflanzen. So erfuhren die Frauen, dass Spitzwegerich entzündungshemmend wirkt und gut gegen Insektenstiche hilft. Klee bringt den Östrogenhaushalt von Frauen wieder ins Lot und Brennnesseln reinigen das Blut. „Viele Pflanzen wirken multidimensional“ erklärte die Kräuterführerin und auch, dass vieles wissenschaftlich noch nicht erforscht ist. Zudem wies sie auf die Nachhaltigkeit hin. „Was bei uns wächst, ist gut für uns“, betonte sie.

Wie ganzheitlich Pflanzen wirken können, machte sie mit ihrer überraschenden Erfahrung klar, dass mitunter Heilkräuter den Menschen finden. Wachsen z.B. viele Brennnesseln vor dem Haus, kann es durchaus sinnvoll sein, diese nicht einfach zu entsorgen, sondern sich ihre Heilwirkung anzuschauen und nachzuforschen, ob man selbst ein damit zusammenhängendes Problem hat.

Letzte Station auf dem Weg war eine Anhöhe mit einem Wacholderhain, wo die Gruppe von Uta Wagner vom Bund Naturschutz erwartet wurde. Einige Mitglieder hatten dort auf einem rund vier Hektar großen Areal einen großen Bestand der ältesten Kulturpflanze entdeckt. Dieser Wacholder wurde freigelegt, eine Sitzgelegenheit geschaffen und wird seitdem vom Bund Naturschutz gepflegt.

Aus den für die Wanderung geplanten zwei Stunden wurden am Ende vier, denn die Frauen hatten viele Fragen und brachten selbst ihre Erfahrungen mit der Anwendung von Kräutern ein. Am Ende gab es viel Lob für Christine Taiber und das von der KLB organisierte Angebot. So denkt die Organisatorin der Führung, die KLB-Bildungsreferentin Rita Mergler-Spies, darüber nach, bereits im nächsten Frühjahr eine ähnliche Veranstaltung anzubieten.

  

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