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Zum Auftakt der Kampagne „Armut trifft…“ sprach die renommierte Soziologin Prof. Jutta Allmendinger über Dimensionen von Armut in Deutschland.

„Armut nur an finanziellen Aspekten festzumachen, greift zu kurz“, erklärte die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) im Würzburger Burkardushaus vor rund 50 Präsenz- und weiteren 30 Onlineteilnehmern. Zur rein materiellen Einkommens- und Vermögensarmut treten nach ihren Worten weitere Dimensionen wie Umsetzungs- und Gestaltungsarmut, Bildungs-, Wohn- und Gesundheitsarmut.

Am wenigsten von Armut betroffen sind nach Aussage der Soziologin Haushalte mit zwei Vollzeiteinkommen, am meisten bedroht Alleinerziehende. Corona habe die Situation noch verschärft: „Viele Kinder haben deutlich weniger gelernt, die Ungleichheit ist extrem gestiegen, Gesundheitsarmut und Selbstbestimmungsarmut haben zugenommen, psychologische Stabilität und Sozialität gelitten.“

armut trifft1Allmendinger bestärkte die beteiligten Verbände in ihrem gemeinsamen Kampf gegen Armut. Der Druck, den man gemeinsam erzeugen könne, sei nicht wenig, betonte sie und gab der Kampagne den Rat mit auf den Weg: „An einem Strang ziehen, zusammenführen, sichtbar machen!“ An der vom Familienbund der Katholiken (FDK) initiierten Kampagne „Armut trifft...“ beteiligen sich zwölf katholische Gruppierungen und Verbände aus dem Bistum Würzburg, darunter die Katholische Landvolkbewegung (KLB) und die Ländliche Familienberatung (LFB).

Lesen Sie den gesamten Bericht von Anja Legge.

Text und Fotos: Anja Legge (FDK) /zusammengefasst von Walter Sauter

 

 

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