klb wuerzburg

Tischgemeinschaft am Stand der KLB mit Weihbischof Matthäus Karrer (links). Neben ihm die KLB-Bundesvorsitzenden Dagmar Feldmann und Hans Gall.

Das Gesprächsangebot an der „Glaubenstankstelle“ der KLB wurde gut angenommen.

Sie ist blau, kantig und - zugegebenermaßen nicht besonders ansehnlich. Und trotzdem ist die alte Zapfsäule am Stand der KLB auf der Kirchenmeile der Blickfang für die Besucherinnen und Besucher des Kirchentags in Würzburg. Doch statt „Diesel“ - wie es auf der Zapfsäule in großen Lettern steht - gab es am Stand Gespräche über die KLB, Kirche und vor allem den Glauben. Nach dem Motto „„Einmal bitte volltanken“ kamen Menschen mit uns ins Gespräch, wo sie im Glauben auftanken können. Und wo sie eine „Glaubenstankstelle“ vermissen. Denn, so die KLB-Bundesgeschäftsführerin Bettina Locklair, wird es „immer schwieriger Orte zu finden, die für uns zur Glaubenstankstelle werden.“

Auch die Bundesvorsitzenden Dagmar Feldmann (KLB Paderborn) und Hans Gall (KLB Augsburg) sind neben zahlreichen KLBlern vor allem aus der Diözese Würzburg als Betreuer und Gesprächspartnerinnen am Stand zu finden. „Das Konzept der Glaubenstankstelle hat gegriffen“, erklärte Hans Gall am Freitag, 15. Mai, in einem ersten Zwischenresümee. Vor allem das „gute Gesprächsklima“ vermerkt er positiv. Zum Beleg verweist er auf zwei Pinnwände, auf denen Standbesucher ihre Anliegen und Erfahrungen hinterlassen haben.

Insbesondere das große Blatt mit der Frage „Wo tanken Sie auf?“ war schon nach zwei Tagen von oben bis unten voll geschrieben. Zu lesen sind da Antworten wie: „In der Natur“ „Mit meinen Katzen“, „Gespräche mit Freunden“ oder „Mittagsschlaf auf dem Sofa“. Deutlich weniger Anmerkungen verweisen auf Angebote der Kirche. Zu lesen sind: „Gute Gottesdienste“, „bei der eucharistischen Anbetung“ oder „im Pfarreileben.“

WAL 7429 Kopie„Ich habe erst große Augen gemacht, als ich die Zapfsäule sah“, gesteht Christine Taiber von der KLB Würzburg, die auch zum Standpersonal zählt. Aber dann hat sie bei den Gesprächen mit Passanten erlebt, wie gut sich der Gedanke „Diesel“ mit Treibstoff in Glaubensfragen verbinden lässt. So haben sich teils lange und gute Gespräche ergeben, etwa mit einer Verantwortlichen der KLB Memmingen. Dabei wurde ihr deutlich, dass die KLB durchaus „für eine andere Spiritualität“ steht, in der es viel um Begegnung und Miteinander geht.

Auch die Einladung zur Tischgemeinschaft auf einer Biertischgarnitur im Stand wird gern angenommen. Kein Wunder, locken doch Original Rhöner Käse und Brot aus einer Biobäckerei in Versbach. Beides hat der Würzburger KLB-Vorsitzende Stefan Oppmann besorgt. „Drei Kilo Käse“, so erzählt er, hat in einer Hofkäserei in Dittlofsroda erstanden, darunter „den besten Camembert der Welt“.

Auch Prominenz ließ sich immer wieder am Stand blicken. So steuerte Bundespräsident Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Rundgang über die Kirchenmeile zunächst den Nachbarstand an. Doch die KLB-Bundesvorsitzende Dagmar Feldmann ging direkt auf ihn zu und verwickelte ihn in ein Gespräch. Sie kennt den Bundespräsidenten durch die alljährliche Übergabe der Erntekrone. Weihbischof Matthäus Karrer (Bistum Rottenburg-Stuttgart) nahm sogar die Einladung zur Tischgemeinschaft an. Weitere prominente Gäste am Stand waren Erzbischof Udo Markus Bentz (Erzbistum Paderborn), die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs (Hamburg) oder die Landtagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Celina (Würzburg).

Der Stand der KLB Deutschland kann heute, Samstag, noch den ganzen Tag besucht werden. Er befindet sich auf der Kirchenmeile nahe der Friedensbrücke und hat die Nummer FB-L-04.