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Im Jahr 2025 konnte die KLB Würzburg dank der Großherzigkeit vieler Spender wieder zahlreiche Projekte im Senegal unterstützen.

Alle Vorhaben werden vom AK Senegal mit den Betroffenen vor Ort und dem Partnerschaftskomitee in der Diözese Kaolack besprochen und abgestimmt. Dieses Komitee wacht auch darüber, dass die Spendengelder ordnungsgemäß eingesetzt werden.

Ende Januar 2026 war zudem eine dreiköpfige Delegation aus Würzburg im Senegal. Barbara Düchs, Thomas Kram und Gerd Schneider wurden in der Partnerdiözese Kaolack freudig begrüßt und gleich am Anfang von Bischof Martin Boucar Tine empfangen. Auf dem Programm standen Gespräche mit dem Internationalen Ländlichen Entwicklungsdienst (ILD), mit Verantwortlichen vor Ort sowie zahlreiche Besichtigungen von Projekten, die von der KLB unterstützt werden.

Gefördert wurde 2025 etwa ein Projekt in Ndiebel. Ursprünglich war geplant, einen neuen Brunnen zu bohren. Doch der bestehende Brunnen des dortigen landwirtschaftlichen Berufsbildungszentrums erwies sich nach einer Tiefenbohrung als ergiebig genug, um das ganze Dorf mit dem sauberen Wasser zu versorgen. Deshalb wurde nun ein Hochbehälter errichtet und eine Solaranlage zur Energieversorgung installiert. An den Kosten von über 20 000 Euro beteiligten sich auch die Pfarrei Aidhausen und die Diözese Würzburg. Um den weiteren Ausbau des von der Caritas geführten Berufsbildungszentrums ging es bei den Verhandlungen mit dem ILD Ende Januar.

In der Pfarrei Passy wurde Anfang 2025 ein sehr erfolgreiches Mikrokreditprojekt mit 25 Frauen gestartet, von denen jede 300 Euro Startkapital für ein eigenes Projekt erhielt. Neben der KLB Würzburg steuerte die Diözese Würzburg 3000 Euro aus der Aktion Restcent bei. Die Frauen sind sehr einfallsreich und viele ihrer Geschäftsideen landen auf dem Markt in Passy: einige kaufen Stoffe im Nachbarland Gambia, andere Palmöl aus der südsenegalesischen Region Casamance und wieder andere bauen Gemüse an, züchen Schweine oder verkaufen Fisch oder Erdnüsse. Inzwischen haben alle 25 Frauen die 300 Euro Startkapital zurückbezahlt, so dass nun 25 neue Unternehmerinnen eine Anschubfinanzierung für ihr Projekt erhalten haben.

Auch die Mädchenschule Claire Amitié in Kaolack mit fast 200 Schülerinnen und das Zentrum für Kinder mit Behinderung in Sokone werden finanziell unterstützt. In beiden Fällen geht es um die Anstellung von qualifiziertem Personal. In Claire Amitié wurde für die jungen Frauen eine Psychologin benötigt, da sie oft aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen und nicht selten Gewalt und Missbrauch erleben mussten. In Sokone ist es nicht einfach, qualifiziertes Betreuungspersonal zu finden. Eine angemessene Bezahlung stellte dabei das Hauptproblem dar, da das Zentrum keinerlei Unterstützung durch den Staat erhält.

Gut angenommen wurden die Lese- und Sonnenbrillen, welche die international tätige Organisation BRILLEN-ohne-GRENZEN mit Sitz in Oberkirchen/Saar der KLB zur Verfügung gestellt. Insgesamt 3.000 Sonnenbrillen und 1.500 Lesebrillen finden so den Weg in den Senegal.

Große Freude im Mädcheninternat Ndoffane: Die KLB Würzburg unterstützte die Anschaffung einer Solarpumpe sowie die Anstellung eines Gärtners für drei Jahre mit rund 5000 Euro. Ebenfalls um ein Gartenbauprojekt geht es rund eineinhalb Autostunden entfernt in In Touba Mouride. Dort haben Frauen vor einem Jahr begonnen, eine Fläche für eine Gartenbaukooperative in mühsamer Handarbeit herzurichten. So ist aus einer Wüstenei ein kleines Paradies mit vielfältigem Gemüseanbau entstanden. Für die Frauen bedeutet es ein Stück Unabhängigkeit, da sie selbst etwas für den Unterhalt der Familie beitragen können.

Die KLB Würzburg bedankt sich bei allen, die für den Senegal gespendet haben. Um den Menschen in der Partnerdiözese weiter helfen zu können, sind wir nach wie vor auf Ihre Unterstützung angewiesen. Helfen Sie uns helfen! Spendenkonto: KLB Würzburg, IBAN: DE52 7509 0300 0103 0063 01, Verwendungszweck: Senegal

Die Bilder geben Eindrücke vom Besuch der Würzburger Delegation im Januar wieder. Mehr Bilder und Informationen über den Besuch auf WhatsApp unter https://whatsapp.com/channel/0029Vb7AqXbLCoX162ei770Z

Fotos: Gerd Schneider und Thomas Kram