Gerd Schneider als stellvertretender Landesvorsitzender der KLB Bayern verabschiedet
Gerd Schneider ist nach sieben Jahren als stellvertretender Landesvorsitzender der KLB Bayern bei der Bundesversammlung des Verbands in Niederaltaich verabschiedet worden. „Der Rückzug ist meinem Alter geschuldet“, gesteht der 74jährige Euerfelder zu. Dabei, so betont er nachdrücklich, hat er die Zeit im Landesvorstand als „persönlich bereichernd“ erlebt. Auch die „gute und konstruktive Zusammenarbeit im Vorstand - trotz mancher Meinungsverschiedenheit“ bleibt ihm in bester Erinnerung.
In das Ehrenamt hat sich Schneider auch wählen lassen, weil er mehr Einfluss auf die Senegalarbeit auf Landesebene nehmen wollte. Denn dafür habe vor sieben Jahren keiner im Vorstand gebrannt, ihm aber sind die Menschen in dem westafrikanischen Land ein Herzensanliegen. Auch stand „die Partnerschaft mit der MARCS National damals auf der Kippe“, erklärt er. Die MARCS (Mouvement des Adultes Ruraux Catholiques du Sénégal) ist die katholische Partnerorganisation des Landvolks im Senegal. Inzwischen sind die größten Probleme gelöst und die Partnerschaft mit der KLB Bayern wurde 2025 um weitere drei Jahre verlängert. Zudem stelle sich die MARCS gerade neu auf. Schneider: „Ich hoffe, dass nach den Neuwahlen etwas voran geht. Aber eine gewisse Skepsis bleibt.“
Als positive Erfahrungen seiner Vorstandstätigkeit vermerkt Schneider, dass die „KLB auf Landesebene gehört wird.“ Dies gilt für Verlautbarungen, die etwa bei Studientagen zu verschiedenen gesellschaftlichen, kirchlichen oder landwirtschaftlichen Themen erarbeitet werden, aber auch für Gespräche. So nahm er am Meinungsaustausch mit hochrangigen Politikern im Bayerischen Landtag ebenso teil wie an Treffen mit Kirchentretern wie Kardinal Reinhard Marx. Dabei hat er die prominenten Gesprächspartner durchaus anders erlebt als über die Medien. „Die sind oft ganz anders als sie in der Öffentlichkeit auftreten“, lacht Schneider.
Seine Verabschiedung bei der Bundesversammlung empfang er „als würdigen Rahmen“. Zunächst mussten bei einem KI-generierten Rätsel verschiedene Symbole den ausscheidenden Mitgliedern aus dem Landesvorstand zugeordnet werden, bei Gerd Schneider war es natürlich die Senegalflagge. Danach gab es lobende Worte vom Landesvorsitzenden Andreas Felsl, Landesgeschäftsführer Martin Wagner und dem Würzburger Diözesanvorsitzenden Stefan Oppmann. Mit Gerd Schneider wurden die Landesvorsitzende Michaela Widmann sowie deren Stellvertreterin Rita Multerer verabschiedet, für alle drei gab es am Ende einen Geschenkkorb.
Auch wenn er aus dem Landesvorstand ausgeschieden ist, die Senegalpartnerschaft will Schneider nicht vernachlässigen. Dies gilt sowohl für die Landes- als auch für die Diözesanebene, auf der er schon seit vielen Jahren einer der Hauptakteure für die Zusammenarbeit mit den Menschen in dem westafrikanischen Land insbesondere in der Partnerdiözese Kaolack ist. Als Würzburger Diözesanvorsitzender bleibt er weiter aktiv.
Fotos: Wolfgang Meyer zu Brickwedde


