Dreiteilige Online-Reihe mit namhaften Referentinnen und Referenten
Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich überlagern und ineinander verwoben sind. Dies überfordert viele Menschen, macht Angst oder lähmt. Die Herausforderungen machen Bruchstellen sichtbar, sind aber auch, wenn wir es zulassen, eine Chance zum Aufbruch, zum Gestalten von Neuem.
Die Veranstaltungsreihe „Zeitansagen – neue Denkansätze in krisenhaften Zeiten“ will Orientierung bieten und mehr noch – das Mindset, also festgefahrene Denkmuster und Überzeugungen, aufbrechen und zukunftsorientierte Denkweisen aufzeigen. Neben der Analyse, die dabei hilft, aktuelle Situationen einzuordnen, wird mit Expert:innen nach Lösungsansätzen gesucht, die wieder Mut machen, Zukunft und Welt mitzugestalten.
Die Termine:
Mi, 29. April, 19 Uhr: Antifeminismus – eine Brückenideologie der extremen Rechten in die Gesellschaft?
Gleichstellungspolitik, Frauenrechte und demokratische Kultur geraten zunehmend unter Druck – weltweit und auch in Deutschland. Antifeministische Bewegungen, rechtsextreme Parteien und autoritäre Kräfte diffamieren Gleichstellungsvorhaben, lehnen Geschlechterforschung ab und verbreiten reaktionäre Rollenbilder. Antifeminismus, Sexismus und andere menschenfeindliche Ideologien sind längst keine Randerscheinung mehr, sondern Teil öffentlicher Debatten.
Es referieren: Univ.-Prof. Dr. Birgit Sauer, Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Governance und Geschlecht an der Univeristät Wien, sowie die Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrats, Judith Rahner. Mehr Informationen und Anmeldung
Di, 12. Mai, 19 Uhr: Der Mensch als Mitgeschöpf
Die Veranstaltung hinterfragt die zunehmende Rolle des Menschen als vermeintlicher Schöpfer (durch Gentechnik, KI, Geo-Engineering) statt als Teil der Schöpfung und beleuchtet die Folgen dieses „Machbarkeitswahns“ für Mitgeschöpfe und Menschheit aus theologischer, ethischer und wissenschaftstheoretischer Perspektive.
Es referieren: Dr. Stefan Einsiedel, Geschäftsführer des Zentrums für globale Fragen und Wirtschafts-/Umwelt- und Sozialethiker an der Hochschule für Philosophie München, sowie Prof. Dr. Ana Honnacker, Gastprofessorin für Religionsphilosophie an der LMU München. Mehr Informationen und Anmeldung
Mi, 20. Mai, 19 Uhr: "Vereinsamung – eine Bedrohung für die Demokratie?"
Etwa zehn Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig einsam. Bei Jugendlichen, verstärkt durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, sind es sogar mehr. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden, sondern auch auf politische Einstellungen und beeinflusst das Vertrauen in die Demokratie negativ. Bei der Veranstaltung werden Projekte und Ansätze vorgestellt, wie der Vereinsamung und deren Auswirkungen auf die Demokratiedistanz begegnet werden kann.
Es referieren: PD Dr. Janosch Schobin, Universität Göttingen, Department für Agrarökologie und Rurale Entwicklung sowie Mitglied der Enquete-Kommission des Landtags NRW, sowie der Politikwissenschaftler und Antisemitismusforscher. Paul Lachmann. Mehr Informationen und Anmeldung
Durchgeführt wird die Online-Reihe von der KLB Bayern gemeinsam mit der Dombergakademie Freising und dem Bildungswerk des KDFB Bayern. Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die Dombergakademie.


